🧱 36 Jahre Mauerfall bedeutet für mich
18 Jahre Ost – 18 Jahre West
Nach 36 Jahren des Mauerfalls und über 3 Jahrzehnten gibt es Menschen auf beiden Seiten, die zwar am anderen Ende der Welt, aber nicht auf der anderen Seite von Deutschland waren.
Heute werde ich 36 🎉
Mein halbes Leben hab ich nun in Westdeutschland verbracht, davor mein halbes Leben im Osten gelebt.
Da meine Familie noch „drüben“ wohnt, wandel ich zwischen den Welten.
Wenn über Ostdeutschland geredet wird, dann meist nur bei Wahlergebnissen. Doch wo sind die Medienberichte zu Organisationen in Ostdeutschland, die sich für Geflüchtete einsetzen. Die gibt es nämlich.
Durch meine Moderationen in Thüringen und meiner Heimat Sachsen, weiß ich, wie stark dort auch Wissenschaft gefördert wird , ein Wasserstoff Hub aufgebaut wird und nicht zu letzt sich Firmen niedergelassen haben wie Zalando, Amazon, BMW, Porsche, Bosch und ESMC.
Drei Dinge, die mir immer wieder auffallen, wenn ich zwischen Ost und West unterwegs bin:
1️⃣ Kinderbetreuung: In Ostdeutschland ist Kita-Alltag normal – im Westen stoße ich oft noch auf lange Wartelisten oder Diskussionen darüber, ob Ganztagsbetreuung überhaupt „gut“ ist.
2️⃣ Offenheit für direkte Gespräche: Im Osten habe ich das Gefühl, man spricht oft „Tacheles“, klarer, manchmal härter – aber ehrlicher. Im Westen wird mehr „verpackt“.
3️⃣ Umgang mit Traditionen: Ostdeutsche Städte feiern inzwischen ihre eigenen Feste, haben aber weniger altehrwürdige Karnevals- oder Schützenfeste. Dafür entstehen neue, moderne Kulturprojekte – oft mit viel Engagement von jungen Leuten.
Ich spüre Vorurteile in beide Richtungen, als auch Gehaltsunterschiede, geringere Beschäftigungsquoten von Frauen in Westdeutschland. Zwei Länder sind geeint und manchmal doch so unterschiedlich.
Wie Udo Lindenberg sagte: „Die Grenzen sind gefallen, sie müssen nur noch in unseren Köpfen fallen“
Das Bild ist vom letzten Jahr, wo ich am Tag der Deutschen Einheit in Schwerin im Zuge der Bundestagswahl ein Kanzlergespräch moderieren durfte.

